Biographie Herausgeber & Autor Discographie Das Volkslied Archiv Trio Express Pressestimmen Presseinfos & Medien Fotos & Bildergalerien
Biographie

Volkssänger, Komponist und Musiker

"Wir sind durch Deutschland gefahren vom Meer bis zum Alpenschnee, wir haben noch Wind in den Haaren, den Wind von den Bergen und Seen!"

So klingt es frisch und unbeschwert, wenn Manfred Ulrich als Gesangssolist oder in seinen verschiedenen Ensembles ein breites Publikum in der ganzen Bundesrepublik erfreut.

Der am 12.6.1949 in Sobernheim geborene und in Merxheim/Nahe aufgewachsene Sänger kam nach einer fundierten musikalischen Ausbildung in Gesang und an der Mundharmonika 1962 im Zuge der Nerother Wandervogelbewegung in die Eifel und fand in Neroth, Kreis Daun, seine zweite Heimat.

Im Verlauf weiterer musikalischer Studien u. a. an der Gitarre, am Knopfakkordeon und am Schlagzeug machte er Bekanntschaft mit dem Volksliedergut und beschäftigte sich intensiv damit. Eine umfangreiche Sammlung von über 1000 Liedern war das Ergebnis, von denen er zahlreiche in einer eigenen, modernen und mitreißenden Fassung in öffentlichen Konzerten zu Gehör brachte.

Diese öffentlichen Auftritte begannen 1968 in Deutschland, England und Frankreich. 1972 wurde Manfred Ulrich zur Bundeswehr eingezogen und in Soltau - Lüneburger Heide - stationiert. Hier gründete er die Gruppe "Heidfolksänger" und absolvierte mit diesen überwiegend Konzerte im norddeutschen Raum.

1982 begann die Vorbereitung der ersten Solo-LP "Soldaten-Demokraten", deren Einspielung 1984 im Sonic-Acustic-Studio in Wuppertal u. a. mit Bernd Kaspers, Ede Otto und Benedikt Koch stattfand.

Entscheidenden Einfluß auf die Musik Manfred Ulrichs hatten die Liedermacher Ulrich Roski, Schobert & Black, Hannes Wader, Klaus Hoffmann und Fiedel Michel, mit denen er etliche Male zusammentraf. Prägenden Charakter hatte allerdings 1985 die Begegnung mit dem Geiger und Multi-Instrumentalisten Thomas Kagermann. Mit ihm zusammen gründete Manfred Ulrich 1985 das "Duo Vulkan". 1988 folgte die Gründung der Formation "Manfred Ulrich und die Spitzbuben", mit der er sagenhafte Erfolge bei Auftritten im In- und Ausland hatte. Mit diesem Ensemble hob er ihre musikalische Spezialität, die "Volksmusik der dritten Art" aus der Taufe. Es ist eine ganz besondere Mischung aus Volksliedern mit modernen, rhythmisch-musikalischen Elementen und einem harmonisch eigenwilligen Gesangssatz, dessen Sound die Brücke zur jungen Generation schlägt und bei dieser hervorragend ankommt. Die speziellen Arrangements verbinden die alten Melodien mit neuen Musikelementen und gestalten sie zu einem einzigartigen und einmaligen Phänomen in der deutschen Volksmusik-Szene. Jung und Alt sind von dieser neuen Volksmusik begeistert. Die Jungen sind fasziniert von dem enorm rhythmischen Sound, die Alten mögen die bekannten Melodien, die frisch rüberkommen. Lustig, peppig und fetzig geht es zu, wenn Manfred Ulrich mit seiner Formation auftritt.

Eine weitere Besonderheit ist dabei der völlige Verzicht auf Mikrophone, Verstärkeranlagen und sonstigen elektrischen und elektronischen Schnick-Schnack.

Die Folge dieses erfolgreichen Musizierens war ein Exklusiv-Vertrag bei der Firma "Teldec-Records". Es folgten Konzerte in Deutschland, Frankreich und Holland sowie viele Auftritte bei Rundfunk und Fernsehen.

Nach der Herausgabe des ersten Volksliederbuches "Vagabund" 1992 produzierte Manfred Ulrich, der mittlerweile den Musikverlag "Eifelkrone" in Neroth gegründet hatte, 1993-1994 zwei CDs mit Künstlern aus der Eifelregion.

Ab 1995 erfolgte eine Neubesinnung, die mehrere neue Konzepte zur Folge hatte. Über die Formation "Volkssänger - Manfred Ulrich & die Spitzbuben" gelangte Ulrich zum "Trio Manfred Ulrich", in denen er zusammen mit Thomas Kagermann und Wolfram Cramer von Clausbruch musiziert. Beide sind ebenfalls gestandene Musikprofis, die mehrere Instrumente spielen. Bei Thomas Kagermann fasziniert vor allem das hervorragende Geigenspiel, mit dem er nicht nur die Gesangsvorträge untermalt, sondern diese vor allem durch verblüffende virtuose Zwischenimprovisationen aufwertet. Wolfram Cramer von Clausbruchs Hauptinstrumente sind das Akkordeon und die Bouzouki.

Manfred Ulrich sammelt und interpretiert aber nicht nur traditionelle Volkslieder, sondern textet und komponiert auch eigene Titel. In zahlreichen Liedern hat er die schöne Eifel besungen und dabei auch Texte von Wilma Herzog, Theo Pauly, Peter Zirbes und anderen Eifeldichtern vertont. Die Städte Daun und Gerolstein, die Manderscheider Burgen, Vulkane und Landschaft sind seine bevorzugten Themen. Daneben schuf er auch geistliche Lieder.

Bemerkenswert sind seine Auseinandersetzungen mit Dichtern wie Hermann Hesse, Fritz Graßhoff und dem Eifeldichter Peter Zirbes, denen viele neue Lieder entsprungen sind.

Einige dieser Titel wurden von Matthias Thömmes, Philippsheim, für gemischten Chor gesetzt und fanden in dieser Fassung großen Anklang bei kirchlichen und weltlichen Anlässen.

 



Manfred Ulrich


Kontakt/Impressum Links Aktuelles Home